UBS senkt Brent-Ölpreisprognosen angesichts wachsender Risiken
Die Schweizer Bank UBS hat ihre Prognosen für den Brent-Rohölpreis nach unten korrigiert und verweist dabei auf mehrere neue Abwärtsrisiken. Demnach erwartet die Bank nun Brent-Preise von 66 US-Dollar pro Barrel im Jahr 2025, 65 US-Dollar für 2026 und 70 US-Dollar für 2027 – Kürzungen um jeweils 6, 7 und 3 US-Dollar pro Barrel.
Faktoren hinter den Anpassungen
Die UBS-Analysten führen die Korrekturen auf zwei Hauptgründe zurück:
- Beschleunigte OPEC+-Produktion: Das Ölkartell und seine Partner fördern schneller und stärker als zuvor erwartet.
- Schwächere Ölnachfrage: Die Einführung von US-Zöllen sowie ein daraus resultierender Rückgang des globalen BIP dürften die Nachfrage dämpfen.
Diese Faktoren haben bereits zu einem Rückgang des Brent-Preises um rund 20 % seit Monatsbeginn auf etwa 60 US-Dollar pro Barrel geführt.
Marktausblick und mögliche Volatilität
UBS geht davon aus, dass sich Brent im restlichen Jahresverlauf im unteren bis mittleren 60-Dollar-Bereich bewegen wird. Gleichzeitig warnen die Analysten jedoch vor anhaltend hoher Volatilität aufgrund der Unsicherheiten rund um Zölle, Nachfrage und die OPEC+-Politik.
Folgen für den Ölmarkt
Die Bank erwartet ein Überangebot am Ölmarkt, verursacht durch sinkende Nachfrage bei gleichzeitig steigender Produktion durch OPEC+. Kurzfristig rechnen die Analysten mit einer breiten Brent-Preisspanne von 50 bis 75 US-Dollar pro Barrel, abhängig vom Verlauf der Handelsgespräche und möglichen wirtschaftlichen Abschwüngen.
Fazit
Die nach unten revidierten Prognosen von UBS verdeutlichen das komplexe Zusammenspiel geopolitischer Ereignisse und wirtschaftlicher Faktoren, die den globalen Ölmarkt prägen. Anleger und Marktteilnehmer sollten sich auf anhaltende Schwankungen einstellen, solange sich diese Dynamiken weiterentwickeln.