Werner Flach
March 12, 2026

Währungen und Metalle: Der Doppel-Schlag des Energiepreisschocks

Kupferpreis Euro Iran – Die vergessenen Verlierer

Im Schatten der hohen Ölpreise geraten andere Rohstoffe und Währungen unter Druck.  Nach Angaben von Business Punk fiel der Kupferpreis Mitte März um rund 0,7 Prozent.  Kupfer gilt als Indikator für die Industrieproduktion und wird häufig als „Doktor Kupfer“ bezeichnet.  Der Rückgang deutet darauf hin, dass die Energiepreisschocks die globale Nachfrage dämpfen.  Gleichzeitig verlor der Euro an Wert: Er fiel auf 1,1565 US‑Dollar.  Die Rabobank warnt davor, dass der Euro bei anhaltend hohen Energiepreisen sogar auf 1,14 Dollar abrutschen könnte.  Amerika profitiert als Öl‑Exporteur, während Europa mit steigenden Importkosten kämpft.

Gold und Währungen als Zufluchtsorte?

Gold hielt sich laut Business Punk knapp über 5 200 US‑Dollar pro Feinunze.  Obwohl der Preis stabil bleibt, ziehen Investoren Kapital aus Gold‑ETFs ab, um Liquidität für andere Zwecke zu schaffen.  In der Vergangenheit galt Gold als sicherer Hafen, doch im aktuellen Umfeld konkurriert es mit dem US‑Dollar, der durch steigende Energiepreise gestützt wird.  Der schwache Euro verteuert die Rohstoffe für europäische Käufer zusätzlich.  Kupfer, Silber und andere Metalle könnten weiter unter Druck stehen, wenn die Energiepreise hoch bleiben und die Industrieproduktion nachlässt.

Als Rohstoffanalyst habe ich in früheren Artikeln darauf hingewiesen, dass die Korrelation zwischen Energie, Währungen und Metallen oft unterschätzt wird.  Ein starker Dollar wirkt wie ein Gegenwind für Euro‑basierte Anleger.  Diversifikation über verschiedene Rohstoffe und Fremdwährungen bleibt daher ein wichtiges Instrument, um sich vor Schocks abzusichern.  Wer in Metalle investiert, sollte zugleich auf die Währungskomponente achten und gegebenenfalls USD‑basierte Produkte wählen.

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