Weltwirtschaft 2026: Zwischen Trump‑Zöllen und KI‑Boom
Die Rückkehr Donald Trumps ins Weiße Haus sorgt 2026 für Nervosität an den Märkten. Mit neuen Einfuhrzöllen auf chinesische Waren und der Drohung, Handelsabkommen neu zu verhandeln, beschleunigt er die Deglobalisierung. Ökonomen der DekaBank prognostizieren dennoch ein globales Wachstum von etwa drei Prozent. Das zeigt, dass die Weltwirtschaft trotz politischer Störfeuer erstaunlich widerstandsfähig bleibt. Hinter dieser Resilienz stehen strukturelle Faktoren: hohe Ersparnisse der privaten Haushalte, staatliche Investitionsprogramme und eine robustere Nachfrage in Schwellenländern. Die private Bank Donner & Reuschel warnt jedoch, dass das Wachstum moderat bleiben und nicht die Dynamik früherer Jahre erreichen wird.
Die Deglobalisierung bringt Gewinner und Verlierer. Schwellenländer, die stark in internationale Lieferketten eingebunden sind, könnten Einbußen erleiden. Die EU versucht, mit eigenen Industrieprogrammen gegenzusteuern. In Deutschland etwa fließen Milliarden in Halbleiter‑Fabriken, um die Abhängigkeit von asiatischen Zulieferern zu reduzieren. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass sie ihre Diversifikation über Regionen und Branchen überdenken müssen. Unternehmen mit starkem Binnenmarkt könnten profitieren, während Exporteure unter Zöllen leiden.
KI, Stimulus und Zukunftstrends
Neben der Handelspolitik ist die technologische Revolution die zweite prägende Kraft. Künstliche Intelligenz (KI) hat den Sprung von der Theorie zur Anwendung geschafft. Laut JP Morgan‑Stratege Tilmann Galler sorgt der KI‑Boom zusammen mit umfangreichen fiskalischen Programmen für zusätzliche Nachfrage. Investitionen in Datenzentren, Robotik und digitale Infrastrukturen boomen. Länder wie China, die USA und Indien investieren zweistellige Milliardenbeträge in Quantencomputing, Cloud‑Infrastruktur und 5G‑Netze. Diese Ausgaben heben das Produktivitätswachstum und schaffen neue Branchen.
Fiskalische Stimuli spielen ebenfalls eine Rolle. Viele Staaten nutzen die niedrigen Zinsen, um Infrastruktur zu modernisieren. Die USA erneuern Straßen, Brücken und das Stromnetz; China baut seine „Neue Seidenstraße“ weiter aus. Europa setzt mit dem Green Deal auf nachhaltige Investitionen. Nicolas Forest von Candriam weist darauf hin, dass die Märkte trotz der politischen Unsicherheit vor allem wegen der großzügigen Geld‑ und Fiskalpolitik stark bleiben. Allerdings warnen Kritiker vor steigenden Schuldenständen. Gerade in Schwellenländern könnten steigende Zinsen zu Finanzierungsproblemen führen.
Für deutsche Anleger ist es wichtig, global zu denken. Schwellenländer bieten weiterhin hohe Wachstumsraten, insbesondere in Asien und Lateinamerika. Zugleich sind diese Regionen anfälliger für politische Risiken. Eine breit gestreute Anlage über Welt‑ETFs oder ausgewählte Fonds, die auf KI und nachhaltige Infrastruktur setzen, kann eine Lösung sein. Entscheidend bleibt, wachsam zu bleiben: Handelskonflikte, geopolitische Krisen und Verschuldungsprobleme können die Märkte jederzeit belasten.
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